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Gegenbesuche bei uns

Besuche von palästinensischen Jugendlichen bei uns

Der erste Besuch einer palästinensischen Jugendgruppe aus Beit Jala bei Bethlehem fand im Juli 2011 statt. Ihm folgten 2013 bis 2015 drei weitere Gegenbesuche von palästinensischen Jugendgruppen aus Bethlehem und 2015 zusätzlich aus dem Flüchtlingslager von Ramallah.

Diese Besuche sind für Jugendgruppen aus Palästina besonders kompliziert und teuer, da sie in Ramallah teure Visa (für Deutschland) beantragen und dann bei Reiseantritt mit einem Bus zum jordanischen Grenzübergang „Allenby-Bridge“ bei Jericho fahren müssen, der manchmal auch geschlossen ist. Dort sind nochmals zweimal Visagebühren für Israel und Jordanien fällig.

Danach geht es mit Taxis zum Flughafen Amman (ggf. im Hotel übernachten), dann von Amman mit dem Flugzeug nach Frankfurt und von dort mit dem ICE nach Köln (Gesamtdauer: ca. 48 Stunden). Allein von Bethlehem bis zur Ankunft in Amman und für die Rückfahrt von Amman nach Bethlehem müssen diese Gruppen ca. 300 € pro Person bezahlen. Auch ist der Flug von Amman bis Frankfurt etwa doppelt so teuer wie der Flug von Tel Aviv nach Köln, z.B. für Deutsche (Dauer bei Direktflug: nur ca. 5 Stunden).

Daher sind solche Gegenbesuche nur möglich, wenn wir sehr hohe Zuschüsse (über 1.000 € pro Person) hierfür erhalten. Um weitere Kosten zu sparen, werden die Jugendlichen bei uns in Privatquartieren untergebracht (bisher in Sankt-Augustin-Birlinghoven).

Programme bei uns

„Frieden ermöglichen durch Brückenbau zwischen den Kulturen“

An ca. 5 Tagen vormittags arbeiteten wir mit palästinensischen und deutschen Jugendlichen, die sich z.T. schon von Fahrten nach Israel-Palästina kennen, in gemischten Gruppen zusammen.

Zentrale Aspekte des jeweiligen palästinensisch-deutschen Alltags wurden von den Gruppen zusammengetragen und auf Plakaten zwei- bzw. dreisprachig festgehalten. Zugleich wurde aus Kartons eine große symbolischen „Brücke“ (Tor) gebaut, unter der man her gehen konnte, um beide Seiten der mit deutsch-palästinensischen Plakaten beklebten „Brücke“ besichtigen zu können.

Ferner wurden in gemischten Workshops spielerisch (Rollenspiele und Improvisationstheater unter Anleitung des Theaterpädagogen und Schauspielers Jürgen Albrecht), mit Plakaten, Skulpturen etc. zentrale Aspekte beider Kulturen erarbeitet, um das gegenseitige Verständnis zwischen beiden Kulturen zu erleichtern. Daneben wurden Malaktionen und andere künstlerische Projekte, aber auch Rollenspiele zum Thema „Engel der Kulturen“ bzw. „Frieden ermöglichen durch Brückenbau zwischen den Kulturen“ mit dem Künstlerpaar Dietrich/Merten sowie die Arbeit in gemischten Gruppen an religiösen Texten und künstlerische Darstellungen zum Thema angeboten. Die indische Tanzgruppe Nitryavani übte im Rahmen eines Workshops indische Tänze mit beiden Gruppen ein und verzierte ihre Hände mit kunstvollen Henna Tattoos.

Ausflüge und Besichtigungen

Nachmittags und am Wochenende fanden dann u.a. folgende Ausflüge bzw. Besichtigungen statt:

Ausflüge zum Drachenfels, Rhein-Schifffahrt, Stadtführung in Köln, Führungen im Haus der Geschichte in Bonn und in Schloss Augustusburg in Brühl, Betriebsbesichtigung bei Federal Mogul GmbH in Burscheid, Besuche der offenen Moschee in Duisburg-Marxloh, der Steyler Missionare in Sankt Augustin, des Neanderthal-Museums in Düsseldorf-Mettmann, des Zirkus FlicFlac in Köln, des Rheinauenparks in Bonn, des Kölner Zoos und des Fantasialandes bei Brühl. Ferner besuchten wir verschiedene Jugendgruppen in Sankt Augustin und das Brunnenfest in St. Augustin-Birlinghoven als Beispiel eines typisch deutschen Orts- und Vereinsfestes.

Gemeinsame Gottesdienste

Die beeindruckendsten und berührendsten Momente des Programms waren jedoch die Besuche und teilweise Mitgestaltung von evangelischen Gottesdiensten in Sankt Augustin und Königswinter-Stieldorf durch christliche und muslimische Palästinenser/-innen – sogar auch aus dem Flüchtlingslager in Ramallah, wobei diese sogar Fotos von sich unter dem Kreuz machen ließen – für strenggläubige Muslime eigentlich völlig undenkbar.

Abschied

Zum Abschluss der jeweiligen Begegnung fand dann ein großes Abschiedsessen zusammen mit den Gasteltern und allen Beteiligten an der Wahnbachtalsperre in Siegburg statt.

Wir bemühen uns, für 2017 wieder entsprechende Zuschüsse zu erhalten, um ca. vom 7. bis 14.07. 2017 einen erneuten Gegenbesuch von Jugendlichen aus Bethlehem und Ramallah bei uns zu ermöglichen. Wir müssen Flugkosten für die palästinensische Gruppe sowie Verpflegungskosten und die gesamten Programmkosten einschließlich Transport mit Bus und Bahn für die palästinensischen und deutschen Jugendlichen bezahlen.

Für Anfang Juli 2018 planen wir nach unserer Fahrt nach Kreta ca. vom 07. bis 21.04. 2017 u.a. einen Gegenbesuch der Jugendgruppe „Be pArt“ aus Heraklion (Kreta) bei uns, der ebenfalls nur durch erhebliche öffentliche Zuschüsse finanziert werden kann.